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Geschichte/Chronik der Pfarrei

Die Sankt Wolfgangkirche in Bad Kreuznach, Breslauerstr. 2

St. Wolfgang hat in Bad Kreuznach eine lange Tradition. Schon 1484 bezog der Franziskanerorden ein, von Kurfürst Friedrich von der Pfalz und Graf Friedrich von Pfalz-Simmern, in Kreuznach, an der Stelle des heutigen Gymnasiums an der Stadtmauer, erbautes Kloster. Das Kloster und die dazugehörende gotische Kirche waren  dem hl. Wolfgang geweiht. Die St. Wolfgangkirche diente vor allem den Katholiken der Altstadt (rechts der Nahe) als Gotteshaus, während die Neustadtkatholiken (links der Nahe) in der St. Nikolauskirche des Karmeliterklosters seelsorgerisch betreut wurden. Die Einführung der Reformation um 1556 durch den Kurfürsten von der Pfalz machte das Wirken der Franziskaner unmöglich. Etwa  70 Jahre war der Katholizismus aus Kreuznach verbannt. 1624 konnten die Franziskaner  wieder in ihr Kloster einziehen. Aber auch Dreißigjähriger Krieg und Erbfolgekrieg behinderten die Arbeit der Franziskaner und führten mehrmals zu Unterbrechung der Seelsorgetätigkeit.
1708 wurde St. Wolfgang offiziell zur Pfarrei erklärt. Durch das Säkularisierungsdekret des französischen Staates wurde 1802 das Kloster geschlossen. St. Wolfgang wurde 1804 zunächst Sukkursal- oder Hilfspfarrei, diese dann 1808 unterdrückt. St. Nikolaus wurde schließlich einzige Pfarrei in Kreuznach, das Gebäude der St. Wolfgangkirche aber weiter für Gottesdienste genutzt. Mit der  Zunahme der Katholiken Mitte des 19. Jahrhunderts erwies sich die Nikolauskirche als Pfarrkirche zu klein.
Nach langer Planungsphase mit mehreren Optionen, entschloss man sich zum Neubau einer Kirche in der Altstadt. Mit Errichtung der Pfarrei Hl. Kreuz 1899, in der 1897 fertig gestellten Kirche, hatten die Katholiken der Altstadt wieder eine eigene Pfarrei. Die St.Wolfgangkirche wurde 1926/28 renoviert und diente als Schulkirche. 1945 wurde sie im Bombenhagel bis auf den Chor zerstört.


Die starke Bevölkerungszunahme Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre mit Ausweitung des Wohngebietes im südwestlichen Teil der Stadt, war der Anlass in diesem Gebiet eine neue Seelsorgeeinheit zu bilden. Im Febr. 1961 beantragte der Kirchenvorstand von Hl. Kreuz bei Bischof  Dr. Matthias Wehr die Gründung eines neuen Seelsorgebezirks. Am 12. März 1961 wurde Johannes Himmrich vom Bischof als Pfarrer für die neue Pfarrei, die sich zu dieser Zeit mit einem Kirchneubau beschäftigte, eingesetzt. Um die St. Wolfgang Tradition wieder aufzunehmen, wurde im April 1961 der gleichnamige Kirchbauverein gegründet. Pfarrer Johannes Himmrich begleitete den Neubau der St. Wolfgangkirche, der im Sept. 1961 unter der Leitung von Architekt Dietz aus Saarbrücken, im südwestlichen Stadtteil, zwischen Breslauer.- und Danziger Straße, begonnen wurde.


Am 1. Mai 1962 wird St. Wolfgang zur Pfarrvikarie erhoben und von Hl. Kreuz abgetrennt. Das Pfarrzentrum mit dem modernen Kirchengebäude wurde im Okt. 1963 fertiggestellt und am 15. Dez. 1963 von Weihbischof Carl Schmidt eingeweiht. Am 1. Okt.1968 wurde die Vikarie St. Wolfgang von Bischof Bernhard Stein zur Pfarrei erhoben und bestand bis 31. 12. 2007.