Pfarrei der Zukunft - Umsetzung der Synode im Bistum Trier

Rom setzt Umsetzungsgesetz zur Überprüfung aus

Im Nov. 2019 hatte Bischof Ackermann die Nachricht erhalten, dass die römische Kleruskongregation entschieden hat, den Vollzug des „Gesetzes zur Umsetzung der Ergebnisse der Diözesansynode 2013-2016“ auszusetzen, damit der Päpstliche Rat für die Interpretation der Gesetzestexte eine sorgfältige Durchsicht und Prüfung des Gesetzes durchführen kann. Auslöser war die Beschwerde einer Priestergemeinschaft. Zudem liegt dem Päpstlichen Rat für die Gesetzestexte der Antrag einiger Gläubigen aus dem Bistum vor, die Übereinstimmung des Umsetzungsgesetzes mit dem universalen Kirchenrecht zu prüfen.

Ergebnis der Beratungen zum weiteren Weg der Synodenumsetzung 17.-19. Juni 2020:
Den Schritt von derzeit über 880 Pfarreien in 172 Pfarreiengemeinschaften zu 35 Pfarreien der Zukunft wird von Rom nicht mitgetragen. Angefragt sei die Rolle der Priester, von denen eine Vielzahl nicht mehr als Pfarrer im Sinne des Kirchenrechts wirken könnten. Auch sei die Leitung in einem Team auf Augenhöhe nicht vereinbar mit dem Kirchenrecht, ebenso wenig wie die Definition eines pastoralen Rates als Entscheidungsgremium. An diesen Fragen werde nun in enger Abstimmung mit Rom weitergearbeitet und das Gesetz entsprechend überarbeitet, kündigte der Generalvikar an. Umsetzungsschritte könnten dann 2021 und 2022 gegangen werden. „Statt eines starken Schnitts mit einer grundlegenden Neuaufstellung steht jetzt eher eine behutsamere Entwicklung an“, sagte von Plettenberg.